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Wie viel lernen Förderschüler?

Meine These lautet:
Förderschüler ab Klasse 7 lernen in Deutsch und Mathematik in ihrer Schule fast nichts mehr hinzu!

Das ist eine gewagte Behauptung.
Gestützt wird sie einmal durch meine Erfahrung: immerhin ein Jahrzehnt Oberstufe. Dies könnte jedoch bedeuten, dass nur die Schüler meiner Klassen nichts mehr dazu lernen, also mein Unterricht so schlecht ist.
Kürzlich habe ich jedoch eine Meldung in den Medien vernommen, nach der sogar in den Realschulen in Deutschland die 15-Jährigen in Mathe kaum noch etwas lernen.

siehe: Bericht hier

Wenn die Lage bei den Realschülern so ernst ist, wie soll es erst in den Hauptschulen oder in den Förderschulen aussehen?
Und wie siehts beim Lesen und Schreiben aus?
Die Schüler der Klasse 9, die gut lesen können und ganze Sätze schreiben, die konnten das meiner Erfahrung nach auch schon am Anfang der Klasse 7. Die schwachen Leser haben ihre Leistungen in den letzten zwei Jahren auch kaum verbessert.

Diese Erkenntnis ist zunächst einmal schmerzhaft.

Sie bedeutet u.a., dass tausende von Deutsch- und Mathestunden für die Katz waren.
Was aber läuft dann falsch? Ist der Unterricht falsch konzipiert? Gibt es vielleicht sensible Phasen bis zum Alter von 13 Jahren für Rechnen und Deutsch und ist danach vielleicht sowieso nichts mehr möglich?

Die Frage nach der Effektivität von Schule, insbesondere der Förderschule ist nur selten gestellt und noch seltener erforscht worden. Dabei gibt es sogar Hinweise, dass Förderschüler mehr lernen würden, wenn sie auf der Allgemeinen Schule bleiben.
Eine Zusammenfassung dazu findet sich bei Schroeder, 2005, “Lernbehindertenpädagogik”, ab Seite 2007. Ein Fazit, dass Schröder von Haeberlin kennt, lautet: Erfolg im Sozialen und Emotionalen, Misserfolg bei der Leistungsförderung.

So sind die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen, bei denen Lernbehinderte auf der Regelschule mit denen auf der Sonderschule verglichen wurden.
Ein heißes Thema, das gewiss nicht so schnell im Rahmen von Selbstevaluation verhandelt wird. 
Da forscht man lieber nach, ob sich auch alle wohl fühlen oder ob die Schulleitung auch zu allen nett ist. Lernleistungen von Förderschülern sind nicht gefragt. Vielleicht hat man ja Angst vor den möglichen Ergebnissen? Vielleicht ahnen wir im Stillen, dass wir einen riesigen Aufwand betreiben und dabei nur im Trüben fischen und Luftschlösser bauen. Skandalös wäre das, und wer will schon Skandale an seiner Schule. Was wir uns doch alle  wünschen ist kurz umrissen: Friede, Freude, Eierkuchen.

Ich versage aus Angst, zu versagen…

Das, was schon so manchem Mann beim Gechlechtsverkehr passiert ist, das passierte nun auch mir:

im Straßenverkehr:

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